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Das Kreuz im Hohen Holz

Sage aus Heiligkreuz

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Zwischen Weißenbach und Heiligkreuz, westlich des „Glasmühlweihers“, liegt die Waldabteilung „Hohes Holz“. Dort steht ein großes Eichenkreuz. Von dieser einsamen riesigen Waldgegend erzählt man sich heute noch manche Wilderergeschichte, denn früher sollen hier ganze Banden, die sogenannten „Wilpertsknapper“ ihr Unwesen getrieben haben.

Einst waltete ein thüngenscher Förster hier seines schweren und gefährlichen Amtes. Schon manchem Wilderer hatte er mit einer Kugel das Handwerk gelegt. Die wutschnaubenden „Geschwärzten“ aber schworen ihm erbarmungslos Rache.

In einer stürmischen Regennacht schlichen zwei Rächer vor das Forsthaus bei Heiligkreuz und schauten in die ebenerdig liegende Wohnstube. Da sahen sie den Förster im Kreis seiner Lieben, wie er gerade mit seinem Töchterchen auf dem Arm scherzte. Der eine Wildschütze brachte seine Flinte in Anschlag, um seine Diebesgesellen endlich zu rächen. Der andere Wilderer jedoch wurde von dem trauten Familienbild so gerührt, dass er die frevlerische Tat nicht zuließ.

Sie heckten also einen anderen Plan aus und lockten den Grünrock in das „Hohe Holz“, wo er endlich „unschädlich“ gemacht werden sollte. Der kühne Weidmann war zum verabredeten Zeitpunkt erschienen, die Räuberschützen aber nicht.
Ihr schlimmer Plan, vielleicht auch die Folgen, hatten die Gesellen unsicher gemacht und Furcht eingejagt. Zudem verhärtete sich in ihnen die Meinung, der Förster besäße Zauberkräfte, die ihn kugelsicher, seine Schüsse sogar unfehlbar machen könnten. Als der Forstbeamte von der glücklichen Wendung des Mordplanes erfuhr, ließ er aus Dankbarkeit das Eichenkreuz im „Hohen Holz“ errichten.

Quelle

Josef Lisiecki: Das Kreuz im Hohen Holz | entnommen aus: Landkreis Bad Kissingen (Hrsg.): Sagen und Legenden aus dem Landkreis Bad Kissingen, 1982, S. 101 | Nachdruck nur mit Quellangabe gestattet

Josef Lisiecki verweist im o.g. Sagenband zur Herkunft der Sage auf folgende Informationen und Quellen: Aus der Thüngenschen Cent von W. Heberlein, S. 49 und 50.

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