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Die sagenumwobene Wildererschenke Schuntersteynhof

Sage aus Heiligkreuz

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Etwa 3 km südwestlich von Heiligkreuz mündet „die“ Ammelbach in die Schondra. Vor rund 500 Jahren stand dort eine Schenke für Wilderer und andere lichtscheue Gäste.

Hier gab es in den weiten Forsten einst viele Kohlenmeiler und auf der Schondra traten Tausende Ster Holz „auf lustigen Wellen die Reise an in die weite Welt“. Rehe, Hirsche und Wildschweine waren in diesem Tal zu Hause und mehr als ein Dutzend Mühlen klapperten in dieser Weltabgeschiedenheit.

Aber auch Räuber und Wilderer gaben sich hier ein Stelldichein, vor allem im sagenumwobenen „Schuntersteynhof“ in der Nähe des Geigenpeterbrunnens. Er hieß auch Gasthaus zum Hauswirt und stand an dem vielbenutzten Wanderweg in Richtung Heiligkreuz, rechts vor dem Einstieg in den Omerzwald. Er stand also in der Nähe der Einmündung „der“ Ammelbach in die Schondra. 1494 wurde er jedoch bereits nicht mehr erwähnt.

Es muss sich um eine lustige Schenke gehandelt haben, in der nicht nur Köhler, Waldarbeiter, Holzflößer sich zu Hause fühlten, sondern auch Wilderer, Räuber und anderes lichtscheue Gesindel, denn das „Auge des Gesetzes“ war weit entfernt. Auch der Name Geigenpeterbrunnen lässt auf ein ausgelassenes und unbekümmertes Völkchen schließen. Hier soll der Einödsiedler und Schankwirt illegal gebrannten Schnapses in jener Zeit das Trinkwasser geholt haben. In dieser Kneipe wurden, wie man erzählt, nicht nur die Überlistung der Grünröcke gefeiert, sondern auch neue „Strategien“ der Wilderer entworfen im Kampf gegen die Männer des Gesetzes.

Quelle

Josef Lisiecki: Die sagenumwobene Wildererschenke Schuntersteynhof | entnommen aus: Landkreis Bad Kissingen (Hrsg.): Sagen und Legenden aus dem Landkreis Bad Kissingen, 1982, S. 103 | Nachdruck nur mit Quellangabe gestattet

Josef Lisiecki verweist im o.g. Sagenband zur Herkunft der Sage auf folgende Informationen und Quellen: Reg.-Direktor i. R. Albert Rebhan, Heiligkreuz, hat sich bemüht, das Geheimnis des „Schuntersteynhofes“ zu lichten. Er fand, ohne Grabungen, verdeckt erkennbare Quadersteine, die in einem Rechteck von 4m x 6m angeordnet sind, sogar eine roh behauene Türschwelle (110 x 35 x 23 cm) und eine Eingangsplatte (105 x 50 x 26 cm) der „hof Schintersteyn curia Schunterstein“ ist auch im Hist. Atlas von Bayern, Franken-Reihe I, Heft 22 (Gemünden), München 1863, S. 15 unten im Text und auf S. 16 in der Anmerkung Nr. 24 aufgeführt.

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