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Wie der Schütze Klaus die Burg Werberg rettete

Sage aus Werberg (abgesiedelt)

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Auf dem Gipfel eines hohen Basaltfelsens erheben sich letzte Trümmerreste der Burg Werberg. Nur ein einziger in den Spalten des Gesteins sich emporwindender Pfad führt zu diesem „Felsennest“. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die Burg vom Grafen „Hermann dem Streitbaren“ von Henneberg belagert. Da sandte Ulrich von Hutten (der Erbauer der zweiten Steckelburg), der auch Ganerbe der Burg Werberg war, seinen Knecht Klaus (von der Steckelburg) zu Hilfe. Klaus nahm einen Sack voll Bolzen mit, hängte die Armbrust über und schlich sich nachts in die belagerte Burg ein. Als am nächsten Morgen die Henneberger einer hinter dem anderen auf dem engen Pfad die Burg erstürmen wollten, schickte Klaus den Angreifern Pfeil um Pfeil entgegen. Jeder Schuss traf, denn Klaus war ein weit berühmter Scharfschütze. Mochten die Henneberger auch Schild und Eisenhut tragen, keiner kam unverwundet davon. Als der ganze Weg durch Tote und Verwundete versperrt war, schwand den restlichen Knappen der Mut und sie wichen zurück.

Da rief Graf Hermann: „Das kann kein anderer als Klaus sein!“ – In diesem Augenblick meldete auch noch ein Bote, dass der Fuldaer Fürstabt Heinrich VII. von Kralucke mit einem Heer anrücke. Da entschloss sich der Henneberger, die Belagerung aufzuheben und er zog mit seinem geschlagenen Häuflein von dannen. Der Schütze Klaus aber wurde hochgeehrt und gebührend belohnt.

Quelle

Josef Lisiecki: Wie der Schütze Klaus die Burg Werberg rettete | entnommen aus: Landkreis Bad Kissingen (Hrsg.): Sagen und Legenden aus dem Landkreis Bad Kissingen, 1982, S. 232 | Nachdruck nur mit Quellangabe gestattet

Josef Lisiecki verweist im o.g. Sagenband zur Herkunft der Sage auf folgende Informationen und Quellen:

  • Volkstümliches Heimatbuch, S. 114
  • Sagen aus Rhön und Vogelsberg, S. 63/Bergwinkel-Geschichten 1954, S. 24
  • Der Volkersberg, S. 95
  • Die Burg lag südlich des Basaltfelsens und war vermutlich durch einen Wehrgang oder eine Brücke mit dem Felsen verbunden. Mauerreste sind erkennbar. Der steile Basaltpfropf diente wahrscheinlich als Basis eines Turms. Die Burg war einst Grenzbefestigung der Fuldaer Fürstäbte gegen das geistliche Territorium Würzburgs. 1444 wurde die Veste vom Würzburger Fürstbischof Gottfried IV. von Limpurg im Einverständnis mit dem Fuldaer Fürstabt Hermann II. von Buchenau wegen des fortgesetzten „Stegreiflebens“ der Hutten zerstört.

Ungefährer Ort der Sage

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